Legal Highs – Führerscheinprobleme durch legale Drogen

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Legal Highs – Führerscheinprobleme durch legale Drogen

Legal Highs sind vielen Jugendlichen ein Begriff. Die Namen klingen harmlos: „Amazonas Vanilla“, „Poppers“ (Sammelbezeichnung für eine Gruppe flüssiger Drogen) oder Spice (mittlerweile in Deutschland verboten). Viele dieser Legal Highs werden nicht als Drogen, sondern in bunten Verpackungen als Kräutermischungen, Reiniger oder Badesalze verkauft. So werden Arzneimittel– und Betäubungsmittelgesetz geschickt umgangen.

Dabei handelt es sich bei Legal Highs sehr wohl um Drogen oder Stoffe, die ähnlich wie bestimmte illegale Drogen wirken (sollen). Durch die chemische Veränderung von illegalen Substanzen entstehen neue, noch nicht durch das Betäubungs- oder das Arzneimittelgesetz erfasste Substanzen.

Deshalb ist der Besitz solcher Legal Highs erst einmal legal, bis die Gesetze entsprechend angepasst werden. Am 14.01.2015 hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil die „nicht geringe Menge“ bestimmter synthetischer Cannabonide festgelegt. Somit kann der Besitz bestimmter Mengen in Zukunft bestraft werden.

 

Legal Highs – Nach Führerscheinverlust droht die MPU

Durch die chemischen Modifikationen der Substanzen ist es auch bei Verkehrskontrollen nicht immer möglich, den Konsum von Legal Highs nachzuweisen. Dabei wirken viele dieser Drogen ebenfalls psychoaktiv und stellen somit eine Gefahr im Straßenverkehr dar.

Wer Legal Highs konsumiert, ist nicht mehr fahrtauglich oder kann unter bestimmten Umständen sogar seine Fahrerlaubnis verlieren, sollte die Führerscheinstelle den Konsum in Erfahrung bringen und an der Fahreignung der konsumierenden Person zweifeln.

Dann steht eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) bevor. Hier muss dann mindestens 6 Monate Drogenabstinenz nachgewiesen werden. Auch auf den Konsum der Legal Highs muss dann konsequent verzichtet werden. Denn es geht bei der MPU nicht nur darum, den Konsum illegaler Drogen einzustellen.

Die Betroffenenen sollen zeigen, dass sie motiviert sind, in Zukunft auf den Konsum jeglicher psychoaktiver Stoffe zu verzichten, die die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen können. Der Konsum von Alkohol ist natürlich weiterhin erlaubt, wenn Fahren und Trinken zuverlässig getrennt werden kann.

 

Vorbereitung auf die MPU ist ratsam

Zum erfolgreichen Absolvieren einer MPU empfiehlt es sich, eine professionelle MPU Vorbereitung bei Verkehrspsychologen in Anspruch zu nehmen. Betroffene sollten im Vorfeld verschiedene Angebote vergleichen und vor allem kostenlose Informationsangebote nutzen, wie sie von vielen Begutachtungsstellen und auch einigen Verkehrspsychologen angeboten werden.

Von | 2018-05-11T16:49:20+02:00 13. Januar 2018 - 14:41|Kategorien: MPU Nachrichten|Tags: , , |0 Comments

About the Author:

Christopher Schwarz ist Verkehrspsychologe und Geschäftsführer bei der DMB Science & Consulting GmbH (ehemals DMB Die MPU Berater GmbH). Seit 2018 ist er als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) zertifiziert.

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