Wie Sie einen seriösen MPU-Berater finden – Teil 1

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Wie Sie einen seriösen MPU-Berater finden – Teil 1

Sollte bei Ihnen eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet worden sein, dann sollten Sie sich im Vorfeld gründlich vorbereiten. Es empfiehlt sich, Kontakt zu einer MPU Beratungsstelle oder zu einem niedergelassenen Verkehrspsychologen aufzunehmen. Doch immer wieder ist von unseriösen Angeboten oder kriminellen Machenschaften bei der MPU Vorbereitung zu lesen.

Woran erkennt man denn nun einen seriösen MPU Berater? Wir versuchen Ihnen mit dieser Mini-Serie ein bisschen Unterstützung bei der Suche nach einem seriösen MPU Berater zu geben.

Unbedingt von einem Psychologen beraten lassen

Von offizieller Seite ist die Empfehlung ganz klar: Wenn Sie sich auf die MPU vorbereiten möchten, dann sollten Sie einen Verkehrspsychologen aufsuchen. Die Bundesanstalt für Straßenwesen gibt auf ihrem MPU-Portal einige Hinweise, worauf Sie dabei achten sollten: Ihre Informationen auf Bast.de

Ein Verkehrspsychologe hat ein komplettes Studium der Psychologie abgeschlossen, das heißt, er besitzt einen Diplom- oder Master-Abschluss. Sie erkennen dies zum Beispiel an den Angaben „Dipl.-Psych.“ Oder „M.Sc. Psych.“. Die Abkürzung M.Sc. steht für Master of Science und ist seit der Bologna-Reform ein dem Diplom gleichwertiger Abschluss eines Psychologie-Studiums.

Im Anschluss an das Studium sollte der Psychologe noch praktische Erfahrungen im Bereich der Verkehrspsychologie gesammelt haben. Dies kann durch eine Tätigkeit als Gutachter oder als verkehrspsychologischer Berater geschehen sein.

Was ein Verkehrspsychologe nicht ist

Sie werden auf dem Markt der MPU Beratung etliche Bezeichnungen und Titel lesen, die sich Personen teilweise selbst ausgedacht haben, um dem Klienten Kompetenz vorzutäuschen. Die meisten Titel sind rechtlich nicht geschützt, daher darf sich jede Person einfach so nennen. So ist zum Beispiel der Begriff „MPU Berater“ nicht rechtlich geregelt. Jeder Musiklehrer oder Hausmeister darf sich „MPU Berater“ nennen und MPU Beratung anbieten. Daher sollten Sie bei der Suche nach einem seriösen MPU Berater genau auf den Titel achten und die entsprechende Person genau nach ihrer Ausbildung fragen.

Ein Verkehrspsychologe darf sich nur so nennen, wenn er das entsprechende Studium absolviert hat. Wenn Sie eine der folgenden Bezeichnungen lesen, können Sie sehr sicher sein, dass es sich nicht um einen Verkehrspsychologen handelt:

  • Berater für Kraftfahreignung
  • Kraftfahreignungsberater
  • Führerscheinberater
  • Psychologischer Berater (Vorsicht: Die Begriffe „Psychologe“ und „Psychologischer Berater“ sind nicht identisch)
  • Heilpraktiker
  • Coach

Darüber hinaus gibt es einige Personen, die selbst einmal eine MPU absolvieren mussten und daher meinen, als MPU Berater qualifiziert zu sein. Davon sollten Sie ebenfalls Abstand nehmen. Selbst eine MPU bestanden zu haben heißt noch lange nicht, dass verkehrspsychologische Kompetenz gegeben ist.

Die hier vorgestellten Tipps sind eigene Erfahrungen aus der MPU Beratungspraxis. Im Zweifelsfall fragen Sie ganz genau nach. Ein seriöser Berater wird Ihnen sofort sagen, ob er sich Verkehrspsychologe nennen darf oder nicht und ob er die entsprechende Qualifikation erworben hat. Meist merken Sie an der Reaktion der Person, ob sie ehrlich ist oder ausweicht. Nennt sich jemand Verkehrspsychologe, ohne ein Psychologie-Studium absolviert zu haben, macht die Person sich strafbar.

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Von | 2018-09-01T15:51:25+02:00 28. Juli 2017 - 15:43|Kategorien: MPU Tipps|Tags: |0 Comments

About the Author:

Christopher Schwarz ist Verkehrspsychologe und Geschäftsführer bei der DMB Science & Consulting GmbH (ehemals DMB Die MPU Berater GmbH). Seit 2018 ist er als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) zertifiziert.

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