Betrunkene Mitfahrer

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Betrunkene Mitfahrer

Betrunkene Mitfahrer

Betrunkene Mitfahrer – gerade jetzt in der Weihnachtszeit und zu Silvester kein seltenes Bild im Straßenverkehr. Solange der Fahrer des Wagens nüchtern ist und die Mitfahrer sich ruhig verhalten, ist dagegen natürlich nichts einzuwenden. Als Fahrer sollte man jedoch konsequent auf den Konsum von Alkohol verzichten. Im Jahre 2015 gab es in Deutschland 305.659 polizeilich erfasste Verkehrsunfälle mit Personenschaden, 14.732 Unfälle davon unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln (unter anderem Alkohol).

Jedes Jahr gibt es zahlreiche Sensibilisierungskampagnen im Kampf gegen betrunkene Autofahrer. BOB ist zum Beispiel eine europaweite Kampagne, welche von Belgiens Verkehrssicherheitsinstitut ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile ist BOB nicht nur in Belgien, sondern auch in den Niederlanden, Schweden, Griechenland und in großen Teilen Deutschlands verbreitet. Die Aktion soll die Zahl schwerer Verkehrsunfälle, vor allem unter Alkoholeinfluss, reduzieren. Auf der Webseite der Aktion heißt es hierzu:

BOB ist die Person einer Gruppe, die nach Absprache keinen Alkohol trinkt und sich und seine Mitfahrer sicher nach Hause bringt. BOB trägt die Verantwortung fürs Fahren und ist sich dieser auch bewusst. Er dokumentiert diese Verantwortungsübernahme nach außen, indem er sich mit dem knallgelben BOB-Schlüsselanhänger zu erkennen gibt. In den teilnehmenden Gaststätten, Kneipen, und Diskotheken erhält er dafür ein alkoholfreies Getränk gratis.

Tatsächlich scheint es durch die Aktion einen Rückgang der Unfälle aufgrund von Alkoholkonsum zu geben. Dies bestätigt zumindest Peter de Neve, der seit 2003 verantwortlich für die Aktion BOB ist.

 

Was tun mit betrunkenen Mitfahrern?

Probleme mit betrunkenen Mitfahrern sind keine Seltenheit. Da ist es nicht immer leicht BOB zu sein. Im Blog von leihwagenversicherung.de gibt es eine nette Infografik, die sich dem Thema etwas humorvoll nähert. Hier werden „Die 12 Typen betrunkener Mitfahrer“ gezeigt und ein paar Tipps und Trick zusammengestellt, um bei der nächsten Party BOB zu sein und somit eine sichere und ruhige Heimfahrt zu haben:

 

Betrunkene Mitfahrer

 

Tipps und Tricks

  • Klare und deutliche Anweisungen geben
  • Mit allen Beifahrern die Regeln, z.B. Abfahrtszeit und Verhalten im Auto im nüchternen Zustand besprechen, sicherheitshalber vor der Abfahrt noch einmal daran erinnern
  • Dicke Jacke anziehen, Heizung ausschalten, Fenster runter, damit den Mitfahrern nicht so schnell schlecht werden kann
  • Aktivierung der Kindersicherung
  • Eine Decke unterlegen, für den Fall, dass sich jemand übergeben muss
  • Anschnallen, wenn nötig den Beifahrer eigenhändig anschnallen
  • Passagiere nur dann auf dem Beifahrersitz Platz nehmen lassen, wenn sie den Fahrer nicht in der Bewegungsfreiheit einschränken oder ablenken
  • Hilfe anbieten, aber auch respektieren, wenn keine Hilfe benötigt wird
  • Eventuell einen Eimer mit Deckel mitführen
  • Ruhig und entspannt sprechen
  • Nicht die Nerven verlieren, auch wenn man öfter auch mal was wiederholen muss
  • Beleidigungen nicht ernst nehmen

Betrunkene Beifahrer können äußerst aggressiv sein und jegliche Streitmöglichkeit suchen. Wenn sich betrunkene Personen nicht anschnallen oder anschnallen lassen, rät die Polizei diese Personen nicht zu befördern. Als Autofahrer ist man im Rahmen der allgemeinen Verhaltens- und Sorgfaltspflichten unter anderem für die vorschriftsmäßige Beförderung verantwortlich.

 

Auch Mitfahrer haben Pflichten

Auch als Beifahrer hat man eine gewisse Mitverantwortung für den sicheren Verlauf der Heimfahrt. Wenn sich ein betrunkener Beifahrer in die Fahrt einmischt und sich daraus ein Unfall entwickelt, hat das strafrechtliche Konsequenzen. Von fahrlässiger Tötung bis hin zur Körperverletzung. Natürlich ist es nicht verboten, als Beifahrer etwas getrunken zu haben. Doch wenn dieser alkoholisiert ins Lenkrad greift, droht Gefahr für Leib und Leben aller Insassen und möglicherweise weiterer Verkehrsteilnehmer.

Also am besten den betrunkenen Beifahrer nach hinten setzen.

 

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Von | 2018-05-11T16:49:20+02:00 14. Dezember 2017 - 13:00|Kategorien: MPU Informationen, MPU Tipps|Tags: , |0 Comments

About the Author:

Christopher Schwarz ist Verkehrspsychologe und Geschäftsführer bei der DMB Science & Consulting GmbH (ehemals DMB Die MPU Berater GmbH). Seit 2018 ist er als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) zertifiziert.

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