MPU wegen Drogen. Alles was Sie wissen sollten!

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MPU wegen Drogen. Alles was Sie wissen sollten! 2019-01-05T19:02:39+02:00

MPU wegen Drogen. Alles was Sie wissen sollten!

Vorbereitung auf eine Drogen MPU

Der Führerschein und die damit verbundene Mobilität sind für viele Menschen von sehr großer Wichtigkeit. Die Fahrerlaubnis kann unter bestimmten Umständen jedoch entzogen werden, beispielsweise wenn eine Person unter Einfluss von Drogen am Straßenverkehr teilnimmt oder regelmäßig Drogen konsumiert.

Die Führerscheinstelle fordert in solchen Fällen zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis regelmäßig eine „Drogen MPU„.

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Wer muss zur Untersuchung?

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung kann in verschiedenen Fällen angeordnet werden. So zum Beispiel, wenn Sie nach dem Konsum von Cannabis oder „harten“ Drogen (Kokain, Heroin oder Amphetamin) beim Fahren erwischt wurden. In diesen Fällen wird in der Regel immer eine MPU angeordnet.

Aber auch ohne beim Fahren erwischt worden zu sein, kann eine MPU Anordnung wegen Drogenkonsum rechtens sein, etwa wenn Sie vor der Disko mit illegalen Substanzen erwischt wurden und klar ist, dass Sie diese auch konsumiert haben.

Gerade im Falle von Cannabis sollten sich Konsumenten darüber im Klaren sein, dass der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol), welcher beim Konsum von Cannabis die berauschende Wirkung auslöst, auch noch Tage bis Wochen nach dem eigentlichen Drogenkonsum nachgewiesen werden kann. Nach § 14 FeV darf außerdem ein Gutachten angefordert werden, wenn eine Drogenabhängigkeit vorliegt.

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Was passiert bei der MPU wegen Drogen?

Sie müssen in der MPU glaubhaft machen, dass Sie wieder geeignet sind, ein Kraftfahrzeug im Verkehr zu führen. Es darf keine Gefahr mehr bestehen, dass Sie unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug bewegen. Die MPU erfolgt meist in drei Schritten:

  1. Medizinische Untersuchung
  2. Reaktions- und Leistungstest
  3. Explorationsgespräch (Gespräch mit dem psychologischen Gutachter)

Medizinische Untersuchung

Im medizinischen Teil wird zunächst ein ärztliches Gutachten erstellt, ob der Betroffene körperlich geeignet ist. Es wird sowohl Wert auf typische körperliche Symptome, die durch Drogenkonsum entstehen, als auch auf die jetzigen Gewohnheiten des Betroffenen im Umgang mit Drogen gelegt.

Daneben wird ein Urin- oder Haarscreening durchgeführt, um zu überprüfen, ob in letzter Zeit Drogen eingenommen worden sind. Bei den Drogenscreenings werden übrigens nicht nur die Substanzen überprüft, mit denen der Betroffene auffällig geworden ist. Standardmäßig wird bei allen Betroffenen unter anderem auf THC, Kokain, Heroin und Amphetamine getestet.

Reaktions- und Leistungstests

Bei einem Test am Computer werden die Leistungsfähigkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen getestet. Hier haben die wenigsten Teilnehmer ernste Probleme. Es muss lediglich sichergestellt werden, dass der Untersuchte die Mindestanforderungen zum Führen eines Kfz erfüllt.

Psychologisches Untersuchungsgespräch

Sodann erfolgt der psychologische Teil der Begutachtung. Dieser ist gar nicht so einfach zu bestehen, wie es vielleicht den Anschein erwecken mag. Denn einfache Angaben, dass Sie ab sofort keine Drogen mehr nehmen und Sie alles bereuen, reichen gewöhnlich nicht aus.

Der Psychologe, der das Gutachten erstellt, wird ganz genau erfahren wollen, wie es zum Drogenkonsum kam, welche Motive dabei eine Rolle spielten und wie der Umgang mit Drogen in Zukunft aussehen soll. Auch auf den sozialen Hintergrund, Familienverhältnisse, mögliche Kindheitstraumata, das berufliche Umfeld, Finanzen, Hobbies etc. kann eingegangen werden, wenn einer der Bereiche in Zusammenhang mit dem Konsum der Droge gestanden hat.

Es ist sehr wichtig, dass der oder die Betroffene klar darlegen kann, dass ein Umdenken stattgefunden hat und dass eine sichtbare Veränderung zum früheren Verhalten vorliegt. Jeder Betroffene sollte sich auch damit auseinandersetzen, warum er früher Drogen konsumiert hat und wie es zu dem Fehlverhalten im Straßenverkehr kommen konnte.

Da das „Bestehen“ des psychologischen Teils von vielen Faktoren abhängt und die Glaubhaftmachung zumeist nicht ohne vorhergehende Auseinandersetzung mit dem vorherigen Verhalten gelingt, wird empfohlen, sich intensiv vorzubereiten – mit oder ohne professionelle Hilfe von Verkehrspsychologen.

Abstinenznachweise zum Bestehen sind Pflicht!

Wurde der Führerschein wegen des Konsums von Drogen entzogen, so müssen Sie zusätzlich Ihre Drogenabstinenz nachweisen. Sie können durch Urin- oder Haarscreenings zeigen, dass Sie über einen gewissen Zeitraum (mindestens 6 Monate) keine Drogen mehr genommen haben.

Der Nachweis Ihrer Abstinenz ist unerlässlich für ein positives Gutachten. Abstinenznachweise können Sie bei jeder Begutachtungsstelle machen (zum Beispiel beim TÜV Süd oder TÜV Hessen). Auch entsprechend qualifizierte Ärzte können Drogenscreenings durchführen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Person/Stelle, die die Urin- oder Haaranalyse durchführt, alle CTU-Kriterien erfüllt.

Wie lange eine Person bereits „clean“ sein muss, um die MPU zu bestehen, hängt stark von ihrem vorherigen Konsumverhalten ab. Liegt eine Abhängigkeit oder eine fortgeschrittene Drogenproblematik vor, sollte mindestens ein Jahr Abstinenz belegt werden. Bei einer Drogengefährdung (z. B. gelegentlicher Cannabis-Konsum) reichen oft schon 6 Monate Abstinenz aus.

Wie viele Screenings Sie durchführen müssen und wie lange der Abstinenzzeitraum sein muss, erfahren Sie in der Regel bei einem MPU Vorbereitungskurs. Achten Sie dabei darauf, dass die MPU Beratung bei einem Psychologen stattfindet (mit dem Abschluss Diplom oder Master). Bei uns können Sie sich im Erstgespräch zum Thema Abstinenznachweise beraten lassen.

Die Kosten für eine MPU wegen Drogen

Die MPU Kosten waren lange gesetzlich geregelt. Laut Gebührenordnung kostete eine MPU mit Drogenfragestellung ohne zusätzliche Vergehen 402,22 Euro plus 152,32 Euro für ein Urin- oder Haarscreening – insgesamt also 554,54 Euro. Kamen weitere Fragestellungen in Ihrer MPU hinzu, erhöhten sich die Kosten natürlich.

Seit dem 01.08.2018 können die MPU Begutachtungsstellen ihre Preise selbst festlegen, wodurch sich die Kosten teilweise deutlich erhöht haben. Leider findet man die Preise oft nicht mehr im Internet, weshalb man bei jeder Begutachtungsstelle die Preise direkt nachfragen muss.

Ein Vorbereitungskurs ist auch deshalb eine Überlegung wert, da bei einem negativen Ergebnis die Begutachtung wiederholt werden muss, was enorme finanzielle Probleme verursachen kann. Informieren Sie sich vor Beginn einer Beratung ausgiebig über die Qualifikation und Leistungen des jeweiligen Anbieters.

Auf dem Markt der MPU Beratung tummeln sich einige schwarze Schafe, die Ihnen viel versprechen und dafür auch viel Geld kassieren. Lassen Sie sich alle Absprachen schriftlich in einem Vertrag bestätigen. So erkennen Sie recht schnell einen seriösen und professionellen Anbieter.

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