Reform der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung

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Reform der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung soll reformiert werden.

Schon lange gibt es Bestrebungen, die MPU transparenter zu machen und Betroffenen schon im Vorfeld mehr und bessere Informationen zu bieten. Bislang ist die Versorgung mit seriösen Informationen zur MPU eher spärlich. Im Internet tummeln sich haufenweise dubiose Angebote selbsternannter „MPU Berater“, die mit Erfolgs- oder Geld-Zurück-Garantien werben. Wirkliche Hilfe in Sachen MPU ist im Netz schwer zu bekommen. Auch bei den maßgeblich beteiligten Behörden, den Führerscheinstellen bzw. Fahrerlaubnisbehörden, ist es oft schwierig zu erfahren, welche konkreten Schritte zur Vorbereitung auf eine MPU unternommen werden sollten. Die Führerscheinstellen selbst dürfen nämlich keine Vorbereitungsmaßnahmen empfehlen, was bei der Fülle an (teilweise undurchsichtigen) Angeboten aber auch gar nicht machbar wäre.

Lediglich einige Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) bieten kostenlose Infoabende an, bei denen man einige nützliche Informationen zur MPU erfahren kann. Aber auch die BfF dürfen offiziell keine konkreten Vorbereitungsmaßnahmen empfehlen. Betroffene sollten auf jeden Fall auf solche kostenlosen Informationsangebote zurückgreifen und sich über verschiedene Vorbereitungsmaßnahmen informieren. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bietet auf ihrer Webseite seriöse Informationen zum Thema MPU Thema bei Bast.de und zur MPU Vorbereitung. Dort wird noch einmal darauf hingewiesen, dass eine professionelle MPU Vorbereitung bei einem Verkehrspsychologen stattfinden sollte.

Die jetzt geplante Reform der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung soll einige Missstände beseitigen. So sollen Betroffene frühzeitig informiert und aufgeklärt werden, welche Maßnahmen vor einer MPU sinnvollerweise zu treffen sind. Außerdem sollen Vorbereitungsangebote strenger kontrolliert werden, sodass nur noch wirkliche Experten MPU Vorbereitung anbieten dürfen. Auch über Ton- oder Videoaufzeichnungen während der MPU wird diskutiert. Dies soll die Nachvollziehbarkeit und Kontrolle der MPU-Gutachten erhöhen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Ton- oder Videoaufnahmen selbst von vielen Betroffenen in der MPU eher skeptisch gesehen werden, da es den Druck in der MPU, die von vielen Betroffenen bereits als Prüfung empfunden wird, noch erhöhen könnte.

Welche konkreten Reformen bei der MPU unternommen werden und wann erste Änderungen in Kraft treten, steht noch nicht fest. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU heißt es dazu lediglich:

„Die medizinisch-psychologische Untersuchung wird überarbeitet“ (Koalitionsvertrag zur 18. Legislaturperiode, S.45).

Wir, Die MPU Berater, begrüßen eine Reform der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, da wir der Meinung sind, dass eine bessere Versorgung der Betroffenen mit Informationen und strengere Kontrollen bei der Vorbereitung nötig sind.

Wer mehr zum Thema „MPU Reform“ lesen möchte, findet einige Infos u.a. bei folgenden Links:

Idiotentest wird reformiert

MPU: Reform des „Idiotentests“

MPU: Reform dringend nötig

Regierung will Abzocke beim „Idiotentest“ verhindern

About the Author:

Christopher Schwarz ist Verkehrspsychologe und Geschäftsführer bei der DMB Science & Consulting GmbH (ehemals DMB Die MPU Berater GmbH). Seit 2018 ist er als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) zertifiziert.

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