Zugunglück bei Bad Aibling wegen eines Handyspiels?

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Zugunglück bei Bad Aibling wegen eines Handyspiels?

Die Nutzung des Mobiltelefons während der Autofahrt erhöht die Unfallgefahr erheblich. Wir hatten bereits in einem früheren Beitrag darüber berichtet. Die Reaktionen während der Fahrt verlangsamen sich deutlich und weil der Blick von der Straße abgewendet wird, verlassen Fahrer häufig ihre Fahrspur, wenn sie gleichzeitig noch ein Handy nutzen.

 

Jetzt wurde bekannt, dass der Fahrdienstleiter, der zum Zeitpunkt des Unglücks von Aibling verantwortlich war, während der Arbeit ein Handyspiel gespielt haben soll. Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, könnte eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung wahrscheinlich werden. Zwar muss der Fahrdienstleiter nicht selbst den Zug steuern lenken, jedoch ist er für den sicheren Ablauf des Schienenverkehrs enorm wichtig. Alle Zugfahrten müssen vom Fahrdienstleiter überwacht, genehmigt und im Notfall gestoppt werden.

Kommt es in einer Situation auf wenige Sekunden an (wie wahrscheinlich beim Unglück bei Bad Aibling), kann das Spielen mit dem Handy wertvolle Sekunden kosten. Werden wichtige Warnsignale übersehen, weil der Blick auf das Handy gerichtet ist, kommt es gar nicht oder erst sehr spät zu einer Reaktion. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Nutzung des Mobiltelefons mitverantwortlich für das Zugunglück im Februar war oder nicht.

Lesen Sie mehr zum Thema bei der Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/vermischtes/article207418461/Elf-Tote-wegen-eines-Handy-Spiels.html

Von | 2016-05-31T14:48:09+02:00 13. April 2016 - 12:37|Kategorien: MPU Nachrichten|Tags: , |0 Comments

About the Author:

Christopher Schwarz ist Verkehrspsychologe und Geschäftsführer bei der DMB Science & Consulting GmbH (ehemals DMB Die MPU Berater GmbH). Seit 2018 ist er als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) zertifiziert.

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