Abstinenznachweis (Drogen)

Sie sind hier:/Abstinenznachweis (Drogen)

Abstinenznachweis (Drogen)

Wenn Sie abstinent von Alkohol oder Drogen leben, können Sie dies mit Hilfe von Urin- oder Haaranalysen belegen. Dazu geben Sie unter Aufsicht eine Urinprobe ab oder lassen sich ein Haarsegment mit bestimmter Länge entfernen. Der Urin bzw. das Haar können dann auf Abbauprodukte untersucht werden. Bei einem gewöhnlichen Drogenscreening, wie es in der MPU meist verlangt wird, werden folgende psychotrope Substanzen und deren Abbauprodukte überprüft: Opiate, Kokain, Methadon, Amphetamine, Benzodiazepine und Cannabis. Manchmal kann ein erweitertes Drogenscreening angebracht sein, z. B. bei Heroin- oder Medikamentenabhängigkeit. Dann werden im Screening zusätzlich noch Barbiturate, Buprenorphin, Tilidin und Tramadol getestet. Üblicherweise werden bis zu sechs Zentimeter Haare für ein Haarscreening herangezogen. Dementsprechend kann ein Drogenkonsum in den letzten sechs Monaten nachgewiesen werden. Wie lange bestimmte Drogen im Urin nachweisbar sind, finden Sie in der Erklärung zur entsprechenden Substanz. Um bei der MPU berücksichtigt zu werden, muss das Abstinenzprogramm bei einem nach DIN ISO EN 17025 forensisch akkreditierten Institut/Arzt durchgeführt werden.

Von | 2015-10-05T14:28:46+02:00 5. Oktober 2015 - 14:16|Kommentare deaktiviert für Abstinenznachweis (Drogen)

About the Author:

Christopher Schwarz ist Verkehrspsychologe und Geschäftsführer bei der DMB Science & Consulting GmbH (ehemals DMB Die MPU Berater GmbH). Seit 2018 ist er als Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) zertifiziert.